Lachen oder Weinen? Beides!!!

Getreu dieses Mottos hat sich in der letzten Woche so einiges ereignet!

Nach einem gemeinsamen Frühstück am vergangenen Dienstag, gab es auf einmal einen lauten Knall und nach einem kurzem Schlag auf meinen Kopf konnte ich nur noch zur Seite ausweichen, von Sabrina geknuddelt werden… und irgendwann ihr T-Shirt verfärben. Unser heißgeliebter Ventilator war von der Decke gefallen! Merit war glücklicherweise nicht im Raum und Sabrina außer Reichweite. Doch auch ich war glücklich davon gekommen, denn ich hatte genau darunter gesessen, sodass die Kopfwunde uns vor allem erschreckte, im Krankenhaus jedoch einfach behandelt werden konnte.
Nachdem die ersten Tränen also getrocknet waren, unterhielten wir zumindest einen Teil des Krankenhauspersonals und einige Patienten durch unsere Anwesenheit. Wenn wir unsere Geschichte erzählten, wurden die Augen immer noch ein Stückchen größer und während wir uns den Satz „Mir ist ein Ventilator auf den Kopf gefallen!“ auf der Zunge zergehen ließen, konnten wir uns vor Lachen nur schwer beherrschen.

In diesem Fall war Lachen also wieder einmal viel besser als trist Löcher in die Luft zu starren oder das Schicksal zu verfluchen! Am Ende wurde mir sogar die heldenhafte Absicht unterstellt, andere nur beschützt haben zu wollen…
In jedem Fall habe ich an dem Tag das Arbeitsleben wieder ein wenig auf den Kopf gestellt, da viele meiner lieben Kollegen mich unbedingt besuchen wollten, während wir auf die Ärzte warteten. Der anschießende Rücktransport war ghanaisch-genial:
mit 7 Leuten im 5-Sitzer der Organisation, dem die gute Laune und das Gelächter der Insassen eine ganz neue Ausstrahlung verlieh!

 

Doch da sich parallel zu diesem Erlebnis, gesundheitstechnisch nicht viel veränderte, habe ich schließlich entschieden, dass ich vor Ort nicht mehr „von Nutzen“ war, und habe somit mein FSJ frühzeitig abgebrochen. Es tut mir Leid, dass ich die Organisation vor Ort nicht länger unterstützen kann und Euch hier nicht vom ghanaischen Osterfest werde berichten können!

Der Abschied kam schneller, als von irgendjemandem erwartet, da ich erst am Tag vorher über meinen abendlichen Flug informiert wurde. Trotz allem, schafften es meine lieben Kollegen noch, mit mir ins WEM und FCP zu fahren, sodass ich mich von den Kindern verabschieden konnte und ihnen hoch und heilig versprach, dass ich wieder kommen würde. Und dieser Wunsch wurde durch den plötzlichen Aufbruch nur stärker!

Abschied vom FCP und den neuen Beneficiaries

Abschied vom WEM… und „meiner“ class four

Sogar bis zum Flughafen begleiteten mich meine 3 Mädels, Alina, eine Ehemalige, die derzeit zu Besuch ist, sowie fünf andere Mitarbeiter. In diesem Moment war es natürlich nicht so einfach, die Tränen und die traurigen Gedanken zu verbannen, doch da sie nun einmal sind, wie sie sind, brachten sie mich auch in den letzten Momenten vor dem Aufbruch noch zum Lachen.
Ich bin ihnen allen unglaublich dankbar: für die Zeit; für das, was sie mir mit auf den Weg gaben; für die letzten Minuten vor dem Abflug und natürlich dafür, dass ich sie alle in mein Herz schließen konnte! Man sagte mir, ich sei immer willkommen – und ich werde darauf zurückkommen…